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1000 Jahre seit den grausamen Überfällen moslemischer Sarazenen in Norditalien PDF Drucken
Geschrieben von Administrator   
Montag, 17. März 2008

Um das Jahr 1008 erreichten die grausamen Überfälle moslemischer Sarazenen in Norditalien ihren Höhepunkt. Lange bevor im Jahre 1091 der erste Kreuzzug ausgerufen wurde - die ja nicht etwa um grundsätzlich moslemische Gebiete zu erobern oder gar um eine Mission der Moslems zu betreiben ausgerufen wurden, sondern um das heilige Land, Jerusalem (das im Jahre 1070 von den moslemischen Seldschuken von den christlichen Byzantiner erobert wurde) und das Grab CHristi für Pilger wieder zugänglich zu machen - wurde Norditalien die Beute grausamer islamischer Feld- und Raubzüge.

Während die gewaltsame Eroberung der iberischen Halbinsel und die Terrorherrschaft des Islam in den Kalifaten wie Al-Andalus, Cordoba oder Granada im öffentlichen Bewusststein vorhanden ist - wenn auch häufig in einer völlig verzerrten Sicht, die die Terrorherrschaft des Islam verharmlost und die Millionen von Opfern der arabischen Eroberer und Besatzer vergisst - ist der Schrecken und Terror, den der Islam in Italien, Südfrankreich bis in die Schweiz ausübte weitgehend unbekannt.

Im Rahmen der blutigen Eroberungen des Islams wurde der Machtbereich des Islam mit Krieg und Gewalt nach Europa ausgedehnt, nachdem die Wiege der Christenheit und die Bistümer der Ureinwohner des heutigen Ägypten, Tunesien, Lybien, der Türkei und vielen Ländern Vorderasiens und Nordafrikas gewaltsam zerstört wurden und Palästina und die arabische Halbinsel bereits unterworfen und weitgehend zwangsbekehrt worden waren. Im 9. Jahrhundert geriet auch Norditalien in das Visier der Moslems. Im Jahre 827 fiel Sardinien in die Hände der moslemischen Sarazenen, 850 wurde Korsika erobert. Der Blutzoll unter der christlichen Bevölkerung war enorm, gesamte Küstenstriche von den Moslems entvölkert.

Verteidigung gegen islamische Sarazenen
Gemälde von Tizian: Verteidigungskampf gegen die islamischen Sarazenen
Von Sardinien und Korsika aus unternahmen die islamischen Eroberer weitere Feldzüge nach Norditalien, aus der Po-Ebene heraus stießen die Heere bis in die Alpen und die Schweiz vor. Genua wurde zum befestigten Hafen gegen die Sarazenen ausgebaut. Von den Küstenstrichen und Ligurien aus marschierten die sarazenischen Truppen in das Piemont vor. Die friedlichen Bürger Norditalien hatten den schwerbewaffneten islamischen Mauren nichts entgegenzusetzen, so daß im 10. Jahrhundert der Blutzoll so gewaltig war, dass ganze norditalienische Landstriche entvölkert waren.

Im Rahmen der Raub- und Eroberungszüge wurden die Italiener entweder abgeschlachtet oder - wenn Sie sich zum Islam bekehren ließen - als Sklaven nach Nordafrika verschleppt. (Exkurs: Eine neue Studie (1) kommt zu dem Ergebnis, daß zwischen 1530 und 1780 mindestens eine Million, wahrscheinlich sogar 1,25 Millionen weiße christliche Gefangene allein auf den Sklavenmärkten der Hochburgen Algier, Tunis und Tripolis landeten.)

Erst nach Jahrzehnten formierte sich ein effektiver Widerstand gegen die moslemischen Invasoren. Der Widerstand in Norditalien konnte aber nicht mehr aus den fast entvölkerten Land- und Küstenstrichen des Piemont und Ligurien kommen. Zu hoch war der Blutzoll und die Sklavenverschleppung unter der christlichen Bevölkerung gewesen.

Während Arduin II. von Turin im Jahr 940-945 erst die grausame Herrschaft der moslemischen Sarzenen im Susa-Tal (heute italienisch/französische Grenze) beenden kann, ist der Höhepunkt der islamischen Invasion erst um das Jahr 972 erreicht. Die Sarazenen waren bis Chur - das Bistum wurde durch die Moslems 936 geplündert und die Bevölkerung entsetzlich dezimiert - und St. Gallen vorgedrungen und hatten unter der Bevölkerungen horrenden Blutzoll verlangt.

Ein christliches Heer aus fränkischen und schweizer Rittern unter Bernard de Menthon konnte die Invasion der Schweiz am Grand St. Bernard 972 zurückschlagen. Wieder war der Blutzoll unter der Bevölkerung enorm, die unter der Wut der moslemischen Sarazenen auf ihrem Rückzug zu leiden hatte.

Für Norditalien war die Gefahr aber mit diesem Sieg hoch in den Alpen noch nicht abgewendet. Anfang des 10. Jahrhunderts überfielen die islamischen Sarazenen die Abtei Novalese im Alpental Susa und richteten bei immer wiederkehrenden Überfällen ein furchtbares Gemetzel unter den ansässigen Benediktinermönchen an. Die entkommenen Benediktider begründeten in Turin die berühmte Kiche "La Consolata". Die Äbte von Bremeti versuchten im Jahr 1000 das Kloster wiederherzustellen – wurden aber im Friedens- und Milleniumsjahr der 1000. Wiederkehr Christi Geburt wiederum Opfer der grausamen islamischen Überfälle.

Auch wenn 1016  eine Flotte der Handelsmacht Pisa mit verbündeten Genuesen die Kriegsflotte des islamischen Kalifs Mugahid vor Sardinien vernichtete, formierten sich die moslemischen Verbände immer wieder neu.

Um 1003 hatte Humbert Weißhand (Umberto Biancamano) das Lehen über die Alpenpässe, das Aosta-Tal und die Nord-West-Italienische Po-Ebene erhalten. In harten Kämpfen konnte Humbert die Sarazenischen Eroberer zurückdrängen und die bedrängte Bevölkerung befreien. Erst im späten 11. Jahrhundert waren die norditalienischen Landschaften Langhe, Piemont, Susa und Aosta wieder soweit vor den islamischen Mordbanden sicher. Es kam zu einer zweiten Blütezeit der Städte Asti, Alba, Turin und Aosta und der fruchtbaren Landschaften.

Noch heute sind diese Gebiete für ihren hervorragenden Wein (Asti, Barolo, Nebbiolo etc.) bekannt. Gerade der Weinanbau konnte sich erst nach Vertreibung der islamischen Eroberer wieder erholen, denn der im Islam verbotene Wein war von den Sarazenen systematisch verbrannt und ausradiert worden.

Das Piemont war durch die islamischen Eroberer derart entvölkert worden, daß Humbert bestimmte: Jeder, der auf einem Hügel des Piemont eine Befestigung mit Fluchtturm errichtete, würde alles Land, das von diesem Turm aus zu sehen war, als Lehen gegeben. Die heute noch erhaltenen sog. Sarazenentürme bildeten an der Küste und im Landesinneren ein Frühwarnsystem gegen erneute Raubzüge der moslemischen Sarazenen.

Bis zum Jahr 1100 war die islamische Terrorherrschaft gebrochen. Die Sarazenen, die inzwischen in Italien sesshaft geworden waren, durften unter Beibehaltung ihres Glaubens und ihres Besitzes in Norditalien verbleiben. Innerhalb von wenigen Jahren waren auch die letzten Moslems wieder zum Christentum konvertiert. Der Islam hat somit keinerlei territoriale Geschichte in Italien.

Die islamischen Eroberer blieben in den folgenden Jahrhunderten eine Gefahr für die italienische Bevölkerung. Die als sarazenische Piraten operierenden Verbände hatten allerdings weniger Eroberung als Ziel sondern fielen von Zeit zu Zeit mit dem Ziel von Plünderung in Norditalien ein.

Die Sarazenen kamen in schnittigen Schiffen, meist Schebeken, stark bemannten, schnellen und wendigen Seglern mit geringem Tiefgang, die auch gerudert werden konnten. Keineswegs nur Fischkutter und Fischerdörfer waren bedroht, selbst größere Städte mussten sich auf Überfälle gefasst machen. So wurde zum Beispiel 1540 Neapel verwüstet und 1558 Sorrent überfallen. Die Opfer unter der Bevölkerung waren stets enorm.

Letzte Aktualisierung ( Mittwoch, 23. April 2014 )
 
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